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ÖkologischesWirtschaften 4/14: Green Economy und Entwicklungszusammenarbeit

In der letzten Ausgabe des Jahres 2014 von ÖkologischesWirtschaften lesen Sie über die Chancen und Risiken einer Green Economy in Entwicklungsländern. Der rechtzeitig zum UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio wiederbelebte Begriff ist grundsätzlich nicht einfach zu fassen, und die Definitionen sind überaus vielfältig. Trotzdem setzt sich „Green Economy“ international immer stärker als akzeptiertes Wachstumsparadigma durch und das Interesse von Entwicklungsländern an dem Konzept ist stark. Eine Konkretisierung steht in Entwicklungsländern jedoch noch weitgehend aus.

Green Growth – ein „Plastikbegriff“ in der Entwicklungszusammenarbeit

In der Einführung zum Schwerpunkt fassen IÖW-Fellow Frank Ebinger und Christopher Garthe die Entwicklungsgeschichte der „Green Economy“ zusammen und schauen hinter die Fassade dieses „Plastikbegriffs“. Dieser beinhaltet aus der jeweiligen Perspektive des Betrachters ein immer positives Konzept mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. So versteht das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) darunter die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch, die International Labour Organization ILO hofft auf positive Effekte auf die Beschäftigung und die OECD wünscht sich ein sogenanntes „Green Growth“. Wie mögliche konkrete Anwendungen des Konzepts in der Entwicklungszusammenarbeit aussehen können, lesen Sie in fünf Beiträgen des Schwerpunkts, u. a. zu den Themen grüne Wirtschaftsziele und Innovationspolitik in Äthiopien, internationaler Handel und Nachhaltigkeit in Zentralasien oder Tourismus als Instrument für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Die Lehren aus der „Veggie-Day“-Debatte: Diskurs offensiv gestalten - statt defensiv abwehren

In der Rubrik Aktuelle Berichte nimmt Reinhard Loske den schmalen Grad zwischen umweltbewusstem Verhalten und Ökodiktatur unter die Lupe und gibt Orientierungen auf die Frage, wie in Forschung, Politik und gesellschaftlicher Debatte mit diesem Spannungsverhältnis umgegangen werden sollte. Seine Empfehlung: Ein offensiver Gestaltungsdiskurs, in dem die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen als Freiheitsermöglichung für heutige und zukünftige Generationen erkennbar wird.

Neue Konzepte: Mit Humor Nachhaltigkeit kommunizieren

In der Rubrik Neue Konzepte werden verschiedene Fragen diskutiert: Welche Möglichkeiten bietet der Capability-Ansatz für die substanzielle individuelle Freiheit als Ziel nachhaltiger Entwicklung? Welche neuen Methoden können Auswirkungen von Umweltbelastungen betrachten, die in klassischen Ökobilanzen nicht berücksichtigt werden? Und welche Strategien helfen, ökologische Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie zu verankern? Man merkt: Nachhaltigkeit ist ein ernstes Thema. Aber Nachhaltige Entwicklung kann auch lustig sein! Welche Auswirkungen Humor auf die Nachhaltigkeitskommunikation hat, wurde in einer neuen Studie untersucht. Deren (ganz ernsthafte) Ergebnisse lesen Sie in dem Beitrag von Dr. Kai-Michael Griese, Dr. Christel Kumbruck und Christin Michaelis.

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