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Ökologisches Wirtschaften 2/15: Nachhaltige Stadtentwicklung und Klimawandel

Lesen Sie in der zweiten Ausgabe des 30. Jahrgangs von ökologisches Wirtschaften über Nachhaltige Stadtentwicklung und Klimawandel. Städtische Ballungsräume verursachen einen erheblichen Teil des Treibhauseffektes. Urbane Zukunftspläne haben zum Ziel, klimarelevante Gase zu reduzieren und somit zu einer nachhaltigen Klimapolitik beizutragen. Die IÖW-Wissenschaftler Bernd Hirschl, Johannes Rupp und Eugen Pissarskoi diskutieren in ihren Beiträgen Modelle klimaneutraler Städte und die aktive Klimaanpassung im Stadtquartier als Chancen nachhaltiger Stadtentwicklung.

Lebenswerte und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten

Das Schwerpunktthema bringt im Wesentlichen zwei Aspekte, die das urbane Leben ausmachen, zusammen. Lebensstil, also soziale und sozioökonomische Faktoren, und Nachhaltigkeit, also umwelt- und klimapolitische Bedingungen, prallen im urbanen Leben aufeinander und sind kaum voneinander zu trennen. Umso wichtiger ist es, dass viele der Forschungsvorhaben interdisziplinär und transdisziplinär arbeiten. Städtische Akteure müssen bei der Entwicklung von klimapolitischen Anpassungsstrategien miteinbezogen werden. Die Beiträge in dieser Ausgabe stellen eine Fülle an Handlungsansätzen und Umsetzungsvoraussetzungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung dar.

Klimaneutrale Großstadt

Bernd Hirschl zeigt am Beispiel der Bundeshauptstadt Berlin, wie sich der mögliche Weg eines urbanen Ballungszentrums in die Klimaneutralität gestalten könnte. Seine Handlungsempfehlungen basieren auf der Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Berlin 2050“ und dem sich derzeit noch in Erarbeitung befindlichen „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm“ (BEK). Städte sind heute überwiegend Energiesenken, doch können dies gezielte klimapolitische Maßnahmen ändern. Städtische Akteure und Experten werden in die Entwicklung von urbanen Zielszenarien eingebunden, um nachhaltige Zukunftspläne zu erstellen und umzusetzen. Wenn Städte aktiv zur Eindämmung des Klimawandels beitragen, dann können sie zentrale Bausteine der Energiewende sein.

Resilientes Stadtquartier

Städte sind für die Folgen des Klimawandels besonders anfällig. Urbanes Leben verlässt sich auf funktionierende technische Infrastruktur, arrangiert sich mit dichter Bevölkerung und einem hohen Anteil bebauter Flächen. Wetterextreme wie Hitzewellen, Starkregen aber auch Stürme und Hochwasser bringen das fragile urbane Ökosystem schnell aus dem Gleichgewicht. Resilienz, Widerstandsfähigkeit und Veränderungsfähigkeit können nur eingeschränkt klimapolitische Antworten für das Stadtquartier sein. Johannes Rupp und Eugen Pissarskoi zeigen, dass es zusätzlich auch sozio-kultureller Aspekte zur Stärkung der klimatischen Anpassungs- und Transformationsfähigkeit bedarf. Klimaanpassung ist ein Gesellschaftsthema und erfordert daher eine verstärkte Debatte von Leitbildern – vor allem unter der Berücksichtigung von inter- und intragenerationaler sowie ökologischer Gerechtigkeit.

Feministische Perspektive

In der Rubrik Neue Konzepte dreht sich alles um Umweltpolitik. Aus feministischer Perspektive werden Ansätze der Green Economy unter die Lupe genommen. Mit der APRAISE-3E-Methode wird ein Ansatz zur Messung von Wirkung und Effizienz von umweltpolitischen Maßnahmen vorgestellt. Inwiefern könnte ein staatliches Gütesiegel die Transparenz und Akzeptanz von freiwilligen Klimakompensationen verbessern? Und wie lässt sich die Höhe der Abgabesätze von Lenkungsabgaben rechtfertigen?

Transformative Wissenschaft

Seit diesem Monat steht Ihnen die Ausgabe 2/2013 zum Thema „Transformative Wissenschaft“ frei zur Verfügung. Mit demÖkologischesWirtschaften Newsletter“ sind Sie stets vorab über neue Ausgaben und Themen informiert und wissen, welche Artikel im Open Access Bereich von „ÖkologischesWirtschaften Online“ neu verfügbar sind. Die Ausgabe 2/2013 "Transformative Wissenschaft" und alle davor erschienenen Artikel stehen ab sofort allen Leser(inne)n im Open Access zur Verfügung.

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