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„Green Economy“ – Zwischen kritischem Leitbild und politischer Relevanz

Lesen Sie in der neuen Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften, wie das Leitbild einer „Green Economy“ die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung gestalten kann und vor welchen Herausforderungen es steht. Obwohl Einigkeit darin besteht, dass Ressourceneffizienz, Naturverträglichkeit und Emissionsminimierung wichtige Bestandteile eines nachhaltigen Entwicklungspfades sein müssen, wird dennoch deutlich, dass mit einem „Business as usual“ die Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden können. Das Leitbild „Green Economy“ ist mitnichten konsensfähig. Kritiker warnen davor, dass Rebound-Effekte die Erfolge von Innovation und Effizienzmaximierung zunichtemachen könnten.

Diese Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften möchte dazu beitragen, einerseits die Debatte um die „Green Economy“ abzubilden und anderseits Möglichkeiten und Prozesse politischen Umdenkens zu erörtern. Das Schwerpunktthema wurde von den IÖW-Wissenschaftlern Dr. Sascha Dickel und Ulrich Petschow betreut.

Green Economy  =  nachhaltige Entwicklung?

Ralf Isenmann geht in seinem Beitrag dem Ursprung des Begriffs Green Economy nach, und stellt fest, dass die stoffliche Seite der Green Economy in den einschlägigen Dokumenten weitgehend vernachlässigt wurde. Dies ist problematisch, da Umweltziele nur durch umfassende Veränderung der Stoffströme erreicht werden können. Isenmann benutzt den Ansatz der „Industrial Ecology“ um die Anschlussfähigkeit an das Konzept der Green Economy aufzuzeigen. 

Forschungsfragen für die Green Economy

Hans Haake, Thomas Korbun und Ulrich Petschow würdigen in ihrem Beitrag „Viele Fragen und wenige Lösungen“ den Endbericht der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ und identifizieren wesentliche forschungspolitische Fragestellungen, die gerade auch für eine Green Economy höchst relevant sind.

Neue Konzepte und aktuelle Berichte

In der Rubrik „Neue Konzepte“ erklärt Philipp Henning den sozioökonomischen Nutzen von Chemikalien, und Dr. Katrin Ostertag untersucht, inwieweit die Ressourceneffizienz durch zusätzliche innovative Technologien gesteigert werden könnte. Unter dem Titel „Europa geht anders“ gibt Anke Martiny ihren Standpunkt für Alternativen für eine europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik ab. Erik G. Hansen und Heiko Spitzeck schließlich gehen der Frage nach, wie Stakeholderdialoge Unternehmen helfen können Risiken zu minimieren und Marktchancen zu nutzen. Als effektives Kommunikationswerkzeug gehe ein neuer Trend hin zur Nutzung sogenannter „Joint Management Stakeholder Committees“, so die Autoren.

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