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Erneuerbare-Energie-Regionen – Ökologisches Wirtschaften 3/2011

Ungeachtet der energiepolitischen Debatten, die auf den verschiedenen politischen Ebenen geführt werden, haben einige Kommunen und Regionen die Frage der zukünftigen Energieversorgung bereits für sich beantwortet. Sogenannte Erneuerbare-Energien-Kommunen oder EE-Regionen haben sich das Ziel gesetzt, ihre Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Meist geht es dabei um die Energieträger Strom und Wärme. Vor allem im Strombereich können viele EE-Regionen beachtliche Erfolge im Ausbau vorweisen. Das aktuelle „Ökologische Wirtschaften“ schildert in sechs Fachbeiträgen die Chancen und Risiken welche mit Erneuerbare Energie-Regionen verbunden sind.

Vorreiter in der Transformation des Energieversorgungssystems

So zählen laut Peter Moser 100 %-Erneuerbare-Energie-Regionen zu den Vorreitern bei der Transformation unserer Energieversorgung. In seinem Beitrag zeigt er, dass es bereits über 110 dieser Regionen in Deutschland gibt und dass es kontinuierlich mehr werden. Die Regionen machten deutlich, dass eine dezentrale Energieversorgung möglich ist, wenn man sich gemeinsam Ziele setzt und diese konsequent verfolgt, so Moser. Bernd Hirschl, Astrid Aretz und Timo Böther belegen in einer Studie, dass Erneuerbare Energien in den Regionen zu beträchtlicher Wertschöpfung führen können. So kann im Unterschied zur bisherigen überwiegend zentralistisch ausgerichteten Energieversorgung fast jede Kommune Wertschöpfungseffekte durch erneuerbare Energien generieren.

Aktuelle Nachrichten und Berichte

Neben diesem Schwerpunktthema bietet das Ökologische Wirtschaften weitere aktuelle Berichte und Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie Essays zu anderen Themengebieten. So äußert sich Uwe Schneidewind in seinem Beitrag zu den wissenschaftspolitischen Empfehlungen des Hauptgutachtens des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderung (WBGU) und argumentiert, dass die „große Transformation“ Bewegung in der Wissenschaft erfordere. Ludger Heidbrink und Imke Schmidt heben in ihrem Aufsatz  „Mehr Verantwortung für den Konsumenten“ hervor, wie der Konsument aktiv Einfluss auf marktwirtschaftliche Prozesse nehmen kann.

Ökologisches Wirtschaften online

Seit August 2010 sind alle Ausgaben der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften online verfügbar. Im Portal www.oekologisches-wirtschaften.de können insgesamt über 1.000 Einzelartikel aus 25 Jahrgängen nach Titeln, Autoren und Volltext durchsucht und heruntergeladen werden. Der Online-Zugriff auf die zwei letzten Jahrgänge der Zeitschrift ist exklusiv für die Abonnent/innen.

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