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Bürger und die Energiewende

Lesen Sie in der neuen Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften, wie Bürger/innen sich in verschiedener Weise an der Energiewende beteiligen können. Neben den klassischen Konsumentscheidungen, wie dem Bezug von Ökostrom oder Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, können Bürger/innen sich etwa auch finanziell an dem Neubau von Anlagen Erneuerbarer Energien (EE) beteiligen. Des Weiteren können sie durch politisches Engagement einen positiven oder negativen Einfluss auf den Ausbau erneuerbarer Energien ausüben. Denn obwohl Einigkeit über die Notwendigkeit einer Energiewende herrscht, gehen die Meinungen über die räumliche Aufteilung der Energieinfrastruktur in Deutschland weit auseinander. Dies bezeugt die aktuelle Debatte über einen Mindestabstand zwischen Windanlagen und Siedlungen mehr als deutlich.

Diese Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften möchte dazu beitragen, einerseits die Handlungs- und Einflussmöglichkeiten von Bürgern/innen in der Energiewende zu skizzieren, und anderseits die politischen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement zu definieren. Das Schwerpunktthema wurde von den IÖW-Wissenschaftlern Michael Kress, Frieder Rubik und Ria Müller betreut.

Verbrauchergerechte Energiepolitik

Lucia Reisch und Sabine Bietz gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, wie eine verbrauchergerechte Energienachfragepolitik in der Zukunft aussehen könnte. Klar ist, dass es den einen „Verbraucher“ nicht gibt, sondern unterschiedliche Verhaltensgruppen, von Investoren in EE-Anlangen bis hin zu kostensensiblen Konsumenten, für die Energiesparmaßnahmen im Vordergrund stehen. Die Autorinnen sehen deshalb die Zukunft in verbraucherpolitischen Maßnahmen, die nicht nur auf Verbraucherbildung und -information setzen, sondern sich auch an den unterschiedlichen Verhaltensmustern, Motivationslagen und Handlungsmöglichkeiten und -grenzen der Verbraucher orientieren.

Energiesparendes Verhalten

Jan Hildebrand, Amelie Fechner und Sigrid Söldner zeigen in ihrem Beitrag Maßnahmen zur Änderung der Energienutzung auf, welche Einsparpotenziale für Haushalte vorhanden sind, und wie Haushaltsmitglieder zu energiesparendem Verhalten motiviert werden können. Vor allem die Anwendung von differenzierten Feedbackstrategien wird hervorgehoben; sie haben sich in den letzten Jahren als erfolgreiche Maßnahme zur Verhaltensänderung in Haushalten erwiesen.

Neue Konzepte und aktuelle Berichte

In der Rubrik „Neue Konzepte“ beschreibt Martin Jänicke wie umwelttechnische Innovationen sich auch in Entwicklungsländern rasch ausbreiten könnten. Axel Dierich und Susanne Thomaier untersuchen, inwieweit die gebäudegebundene Landwirtschaft, das so genannte „ZFarming“, die Nahrungsmittelproduktion revolutionieren. Ob und inwieweit Nachhaltigkeit bei Konsumentscheidungen eine Rolle spielt, analysiert Oliver Martiny in seinem Beitrag, in dem er auf Daten einer breit angelegten Repräsentativumfrage zurückgreift. In der Kategorie „Aktuelle Berichte“ setzt sich Walter Leal mit den Perspektiven einer Nachhaltigkeitsforschung auf globaler Ebene auseinander, und skizziert die unterschiedlichen Initiativen und Entwicklungen im Hochschulbereich der einzelnen Regionen.

Ökologisches Wirtschaften Online

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