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Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Transformatives Wissen schaffen"

Die Wissenschaftsministerinnen der Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg starteten die Diskussion um nachhaltige Wissenschaft in dem gerade begonnenen Wissenschaftsjahr 2012 "Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde". Svenja Schulze (NRW) und Theresia Bauer (Baden-Württemberg) stellten auf der Auftaktveranstaltung der Reihe "Transformatives Wissen schaffen" am 6. Februar 2012 in der Diskussion mit Vertreter(inne)n aus Wissenschaft und Gesellschaft ihre wissenschaftspolitischen Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung vor. Der VÖW-Vorstand war aktiv an der Organisation und Gestaltung der Veranstaltung beteiligt. Prof. Dr. Uwe Schneidewind als Inititator eröffnete den Tag mit einer Auftaktrede. Finanzvorstand Thomas Korbun moderierte zwei Podiumsdikussionen zu Anforderungen und Best Practices sowie zu den Perspektiven einer transformativen Wissenschaft.

Tradierte Pfade verlassen

"Wir benötigen eine Wissenschaft, die tradierte Pfade verlässt und neue Wege und Ziele definiert. Gemeinsam mit der Gesellschaft, der Politik und Wirtschaft müssen die großen Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden", so Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein Westfalens. "Dazu müssen wir über rein technologische Lösungen hinausdenken."

Wissenschaft für Zukunftsinnovationen

Mit dieser Veranstaltung seien Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Pioniere im Wissenschaftsjahr für Nachhaltigkeit, betonte Theresia Bauer. "Wirtschafts- und innovationsstarke Länder wie Baden-Württemberg können bei der Wende zur nachhaltigen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen. Mehr noch: Sie müssen Vorreiter sein, wollen sie ihre wirtschaftliche Stärke nicht verspielen. Wichtige Zukunftsinnovationen müssen dabei aus der Wissenschaft kommen. Deshalb wollen wir unsere wissenschaftlichen Einrichtungen in die Lage versetzen, wichtige Beiträge für die Nachhaltigkeit zu leisten", führte die Wissenschaftsministerin aus Baden-Württemberg aus.

In der ganztägigen Veranstaltung diskutierten knapp 200 Teilnehmer/innen Anforderungen, Stand und wissenschaftspolitische Konsequenzen einer "transformativen" Wissenschaft, d.h. einer Wissenschaft die Transformationsprozesse zu mehr Nachhaltigkeit aktiv mitgestaltet. Gastgeber war die NRW-Landesvertretung in Berlin.

Breite Koalition aus Vorreiterinstitutionen

Initiatoren der Veranstaltungsreihe, die über das gesamte Wissenschaftsjahr "Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde" im Jahr 2012 erstreckt, ist eine Gruppe von Vorreiterinstitutionen einer inter- und transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft: der NaWis-Verbund, ein Zusammenschluss der Universitäten Kassel, Lüneburg, des Institute of Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam sowie dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Ecological Research Network (EcoRNet) der freien Umweltforschungsinstitute (Ecologic Institut, ISOE, IÖW, IFEU, Öko-Institut, Wuppertal Institut).

"In den letzten 20 Jahren hat sich die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung zu einem methodisch etablierten Forschungsfeld entwickelt - doch trotz ihrer wachsenden gesellschaftlichen Bedeutung fristet sie im Wissenschaftssystem weiterhin ein Nischendasein", sagte Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, sowie stellvertrender Vorsitzender der VÖW, zur gemeinsamen Initiative.

Weitere Informationen: http://nachhaltigewissenschaft.blog.de/