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VÖW-Veranstaltungsreihe - Sustainability Talk im Theater

15. Mai, 18. September und 13. November 2006

Überblick

Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) brachte neue Bewegung in die aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte. Mit Start am 15. Mai fand im BKA-Theater am Berliner Mehringdamm die Veranstaltungsreihe "Sustainability Talk im Theater" statt.

Das Motto "Bewegen" bezieht sich auf:

  • Akteure bewegen - unterschiedliche Akteure aus Forschung, Wirtschaft, Politik
  • und Gesellschaft zu aktuellen Themen der Nachhaltigkeit zusammenbringen;
  • Denken bewegen - Eingefahrene Argumentationen und Denkweisen zu verlassen;
  • Nachhaltigkeit bewegen - durch die Förderung neuer Forschungsansätze und die
  • Umsetzung aktueller Erkenntnisse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nachhaltige
  • Entwicklung voranbringen.

Für 2006 sind zunächst drei Termine (15. Mai, 18. September und 13. November 2006) zu verschiedenen Themen festgelegt worden. Der Sustainability Talk fand immer um 20 Uhr statt.

Programm
Montag, 15. Mai 2006, 20 Uhr
Wirtschaft bewegen...
Corporate Social Responsibility (CSR)

Sollen Unternehmen mehr gesellschaftliche Verantwortung übernehmen?
Corporate Social Responsibility (CSR) wird in der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung seit einiger Zeit stärker propagiert. Sollen sich Unternehmen stärker in gesellschaftlichen Belagen engagieren und so vermehrt soziale und ökologische Verantwortung tragen? Oder ist dies nur eine Reaktion darauf, dass sich der Staat immer mehr zurückzieht und so der Wirtschaft mehr Verantwortung zukommt?
Referenten:

Thomas Loew (VÖW und Institute 4 Sustainability)
Dr. Gunter Schall (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.)
Moderation:

Karsten Schomaker (VÖW und Institut für Ressourcenschonung, Innovation
und Sustainability - IRIS e.V. an der FHW Berlin
)

Montag, 18. September 2006, 20 Uhr

Politik bewegen...
Versagt die Klimapolitik?
Wie beeinflusst nationale Politik den globalen Klimawandel?

Klima- und Energiepolitik sind aufgrund des Ursache-Wirkungszusammenhangs eng miteinander verflochten, die Ursachen und drohenden Folgen des Klimawandels sind bekannt. Während der Klimawandel globale Auswirkungen hat, werden energiepolitische Entscheidungen, wenn auch im Rahmen der Verpflichtungen und Erfordernisse des Kyoto-Protokolls und seines Instrumentariums, vor allem national unter Berücksichtigung der jeweiligen Interessen getroffen. Wie stark beeinflusst nationale Politik den Klimawandel? Kann eine an nationalen Interessen orientierte Politik dem Klimawandel überhaupt wirksam entgegenwirken?
Ansprechpartner ist Lars Langefeld.

Montag, 13. November 2006, 20 Uhr
Forschung bewegen...
Die Zukunft der Nachhaltigkeitsforschung
Herausforderungen, Aufgaben und Konzepte

Leitbild und Konzept einer nachhaltigen Entwicklung stellen auch die wissenschaftliche Forschung vor besondere Herausforderungen. Im Vordergrund stehen Fragen wie etwa "Wie kann das Leitbild konkretisiert, das zugrunde liegende Konzept umgesetzt werden?" "Welche Akteure sind zu beteiligen, wie können sie zielführend interagieren?" "Welche Zielkonflikte gibt es zwischen den Dimensionen nachhaltiger Entwicklung, wie sind zu bewerten und wie kann ihnen begegnet werden?" "Wie können Erfolge auf dem Weg nachhaltiger Entwicklung bewertet und beschrieben werden?". Nachhaltigkeitsforschung muss zur Beantwortung dieser Fragen inter- und transdisziplinär, problemlösungsorientiert, integrativ, international und innovativ sein, sie muss andere Lösungsansätze als in der Vergangenheit entwickeln und Akteure miteinander ins Gespräch bringen, die bisher kaum miteinander gearbeitet haben.
Mit der "Sozial-ökologische Forschung" (SÖF) hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für Nachhaltigkeit 2000 ein umfassendes und zukunfts­weisendes Programm aufgelegt, das den besonderen Erfordernissen nachhaltiger Entwicklung Rechnung trägt. Ziel von "SÖF" ist die Förderung inter- und transdisziplinär ausge­richteter Projekte und die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftler/innen.

Doch welches sind die besonderen Probleme der Nachhaltig­keits­forschung? Was ist in der deutschen Nachhaltigkeitsforschung bislang erreicht worden? Welche Aufgaben stehen in den nächsten Jahren für Wissenschaftler/innen, Politik und Förderer an? Welche Perspektiven ergeben sich daraus insbesondere für junge Wissen­schaftler/innen? Welche Beiträge zu politischen und gesellschaftlichen Diskussion können erwartet werden? Welche Finanzierungsoptionen ergeben sich?

Diese Fragen wollen wir mit Vertretern/innen von Forschungsinstituten und Fördereinrich­tungen im nächsten Sustainability Talk im Theater erörtern.

Podiumsteilnehmer/innen:

Moderation:


Ansprechpartner ist Bernd Siebenhüner.

Bericht über den 3. Sustainability Talk
Die dritte Veranstaltung unseres Sustainability Talks im Theater fand am 13. November 2006 wiederum im den Räumen des BKA-Theater in Berlin-Kreuzberg statt. Dieser Sustainability Talk beschäftigte sich mit den Herausforderungen und Perspektiven der Nachhaltigkeitsforschung. Gäste waren Prof. Georges Fülgraff vom Berliner Zentrum Public Health und Sprecher des Strategiebeirats der sozial-ökologischen Forschung des BMBF, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident der Universität Oldenburg, sowie Thomas Korbun Geschäftsführer des IÖW. Moderiert wurde die Diskussion von Karsten Schomaker.
In ihren Impulsbeiträgen skizzierten die Podiumsgäste ihre Sicht auf die Entwicklung der Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland. Dabei ging Uwe Schneidewind auf die Situation der Hochschulen ein und erläuterte die Chancen und Schwierigkeiten der Etablierung disziplinübergreifender Strukturen der Nachhaltigkeitsforschung am Beispiel der Universität Oldenburg. Zum einen stellt die Nachhaltigkeitsforschung für mittelgroße Universitäten aufgrund ihrer Fächervielfalt und der vergleichsweise kurzen Wege eine besondere Chance dar. Andererseits droht der sich durch die Exzellenzinitiative intensivierende Wettbewerb der Hochschulen, innovative und experimentelle Forschungs- und Lehransätze an den Universitäten zu verdrängen.
Thomas Korbun erläuterte die Situation der unabhängigen Forschungsinstitute und die durch das Programm der Sozial-ökologischen Forschung entstandenen Möglichkeiten und Ergebnisse. So lässt sich anhand mehrer Beispiele mittlerweile feststellen, dass das ambitionierte Forschungsprogramm erste wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskussion leistet. Thomas Korbun präsentierte überdies ein Perspektivenpapier zur Zukunft der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland, das von einer Initiativgruppe verfasst wurde und Impulse für die Weiterentwicklung dieses Forschungsfeldes geben möchte.
Den Stand und die derzeitigen Überlegungen zur Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Forschung erläuterte Georges Fülgraff. Er zeigte die besonderen Stärken der transdisziplinären Forschung auf und erläuterte die Notwendigkeit der Praxiseinbindung zur aktiven Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen im Rahmen der Nachhaltigkeitsforschung. Mit der  „Sozial-ökologischen Forschung“ (SÖF) hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für Nachhaltigkeit 2000 ein umfassendes und zukunfts¬weisendes Programm aufgelegt, das den besonderen Erfordernissen nachhaltiger Entwicklung Rechnung trägt. Ziel ist die Förderung inter- und transdisziplinär ausge¬richteter Projekte und die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftler/innen. Die für das Jahr 2007 geplante Neuausschreibung von Nachwuchsforschungsgruppen biete weitere Chancen insbesondere für junge Wissenschaftler/innen, sich im Bereich der transdisziplinären Forschung zu qualifizieren.
In der anschließenden Diskussion wurden überdies die Rolle der Forschungsförderung durch die Europäische Union und die damit verbundenen Möglichkeiten für die Nachhaltigkeitsforschung erörtert. Die hier geforderte Struktur der Großprojekte mit einer Vielzahl von internationalen Partnereinrichtungen erschwere jedoch das Entstehen innovativer Ansätze und Vorhaben der Nachhaltigkeitsforschung, insbesondere auch auf Seiten der unabhängigen Forschungsinstitute.

Veranstaltungsort

BKA Theater, Mehringdamm 34, 10961 Berlin Kreuzberg
U-Bhf. Mehringdamm (U6 und U7)
   
Teilnahmegebühren

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Über Spenden für den organsiatorischen Aufwand freut sich die VÖW.

Anmeldung

Zur besseren Koordination der Veranstaltungen bitten wir um eine formlose Anmeldung an die VÖW-Geschäftsstelle.
Für Fragen stehen Ihnen Karsten Schomaker sowie die Geschäftsstelle gern zur Verfügung.

Werbematerial

Zur weiteren Bewerbung der VÖW-Veranstaltungsreihe hier folgende Materialien zum Download:

  • Plakat DIN A4 (PDF | 85 kB)
  • Plakat DIN A2 Druckversion (PDF | 2.072 kB)
  • PowerPoint (PPT | 155 kB)
  • PowerPoint-Bildschirmpräsentation (PPS | 155 kB)


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