Nationale Nachhaltigkeitsstrategien: Perspektiven der Umsetzung und Weiterentwicklung
Kooperationstagung mit der Vereinigung für ökologische Ökonomie (VÖÖ)
22. bis 24. Mai 2003
Tagungsort: Hotel ISG, Im Eichwald 19; 69126 Heidelberg-Boxberg
Inhalt
In den letzten Jahren haben die meisten Industrieländer nationale Nachhaltigkeitsstrategien verabschiedet. Ein wesentlicher Treiber hierfür war der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im August 2002 in Johannesburg, da mit solchen Strategien eine wichtige Forderung der 1992 in Rio de Janeiro beschlossenen Agenda 21 erfüllt wurde. Deutschland und Österreich gehörten zu den letzten Staaten, die im Frühjahr 2002 eine solche Strategie verabschiedeten, allerdings gab es in Österreich vorher bereits Ansätze der Umweltplanung. Die Schweiz konnte zu diesem Zeitpunkt schon auf fünf Jahre Umsetzungserfahrung zurück blicken. Die Vor- und Nachteile der Strategien werden kontrovers diskutiert. Nach dem Weltgipfel von Johannesburg stellen sich viele Fragen erneut:
- Was kann durch solche Strategien tatsächlich erreicht werden?
- Was kann aus den vorliegenden Erfahrungen gelernt werden?
- Wo greifen sie in der konkreten Ausgestaltung zu kurz?
- Inwieweit bedarf es einer inhaltlichen Weiterentwicklung?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich ein Workshop, der gemeinsam von der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) sowie der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) veranstaltet wird. Er möchte damit auch einen Beitrag zur politisch anstehenden Diskussion um die Umsetzung und Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie leisten. Schließlich steht die Konkretisierung einiger Handlungsfelder wie Innovation und Wirtschaft, Bildung und Hochschule sowie Flächeninanspruchnahme noch aus. Bis zum Frühjahr 2004 soll über die Umsetzung berichtet werden. Der rot-grüne Koalitionsvertrag hat eine entsprechende Weiterentwicklung der Strategie noch einmal bekräftigt.
Die vier Themenstränge des Workshops werden sein:
- Der Umsetzungs- und Weiterentwicklungsprozess: Welche Akteure, Governancestrukturen und institutionelle Innovationen sind zur Weiterentwicklung und Umsetzung auf nationaler Ebene erforderlich?
- Wachstum - Innovation - Suffizienz: Inwieweit lassen sich ökonomischer Innovationsfokus und ökologische Ziele miteinander vereinbaren?
- Die Rolle von Bildung und Wissenschaft in Nachhaltigkeitsstrategien: Wie können wissenschafts- und hochschulpolitische Innovationen, wie u.a. von VÖÖ und VÖW vorgeschlagen, in die nationale Nachhaltigkeitsstrategie einfließen?
- Gender und Nachhaltigkeit - eine Lücke in vielen Strategien
Von Seiten der VÖW sind Jan Nill und Bernd Siebenhüner für die Konzeption, Organisation und Durchführung der Veranstaltung verantwortlich. Weitere aktiv Mitwirkende sind jederzeit willkommen, insbesondere für die Gestaltung der Arbeitsgruppen sowie die Moderation der Plenumsveranstaltungen!
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