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Damit gutes Leben einfacher wird – Perspektiven einer Suffizienzpolitik

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Angelika Zahrnt und Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Zeit: Montag, 11. November 2013, 19 -21 Uhr

Ort: Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität,  Geschwister-Scholl-Straße 3, 10117 Berlin (direkt am S-Bahnhof Friedrichstraße)

 

Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) präsentiert am 11. November 2013 um 19.00 Uhr das neu erschienene Buch "Damit gutes Leben einfacher wird – Perspektiven einer Suffizienzpolitik" von Angelika Zahrnt und Uwe Schneidewind. Autorin und Autor präsentieren das Buch erstmalig öffentlich. Heike Leitschuh moderiert die Veranstaltung und die anschließende Diskussion. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin, Bereich Umweltgovernance, und dem oekom-Verlag.

Vor der Veranstaltung findet ab 17 Uhr die Mitgliederversammlung der VÖW statt.

 

Zum Buch:
Die Debatte um den Veggie-Day hat gezeigt: sehr schnell wird das alte Konfliktmuster  „Freiheit vs. Staat“ aktiviert. Selbst das eingestaubte Bild einer „Ökodiktatur“ dient wieder als Schreckgespenst und Wahlkampfhilfe. Dabei lohnt es sich sehr wohl, über das Verhältnis von Staat und individueller Freiheit zu streiten. Uwe Schneidewind und Angelika Zahrnt  zeigen in wie dieses Verhältnis im Zeitalter der Nachhaltigkeit neu auszutarieren ist und ein zeitgemäßer Liberalismus aussehen kann.

Das Buch erweitert den Blick auf die Debatte über die Wohlstandspolitik und es provoziert. Es verbindet die individuelle Suche nach dem guten Leben mit der Aufforderung an die Politik, diese Suche zu erleichtern und zu unterstützen.

Wo hat die individuelle Konsumfreiheit heute ihre Grenzen, wenn wir – wie z.B. beim Klimawandel - über ihre weltweiten Folgen wissen? Wer hat die Verantwortung dafür, dass ökologische Grenzen eingehalten werden? Welchen Handlungsspielraum hat das Individuum und wie kann Politik ihn erweitern? Eine gute Politik sorgt dafür, dass eine Vielfalt individueller Lebensstile möglich ist, ohne die Lebensentwürfe anderer einzuschränken. Sie schafft Möglichkeitsräume für gutes Leben, so die beiden Autoren.

Von einer ökologisch orientierten Wirtschaftsordnung über die Gestaltung einer auf das richtige Maß setzenden Stadt- und Verkehrspolitik bis zu neuen Impulsen in der Verbraucher-, Arbeits- und Gesundheitspolitik reichen dabei die Ansatzpunkte einer Suffizienzpolitik. Das Buch zeigt die Ansätze auf und entwickelt daraus ein umfassendes politisches Programm.

Das Buch erscheint Anfang November im oekom-Verlag.

 

Prof. Dr. Uwe Schneidewind ist Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Er ist u.a. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und des Club of Rome. Außerdem gehört er dem Vorstand der VÖW an.

Die Volkswirtin Prof. Dr. Angelika Zahrnt  ist Ehren-Vorsitzende des BUND Deutschland und war langjähriges Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung. Zudem ist sie Fellow des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).

Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) setzt sich als inter- und transdisziplinäres Netzwerk mit Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung sowie ihrer praktischen Umsetzung auseinander. Dabei begleitet sie auch die Wachstumsdebatte über Veranstaltungen, Veröffentlichung der Fachzeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ und den Blog www.postwachstum.de.


Eine Anmeldung ist erwünscht unter info(at)voew.de.